Hallo hindi63,
der 922 und 923 brauchen komplett leere Festplatten mit maximal 1TB. Intern haben sie Sata Anschlüsse. Neue Festplatten können direkt aus der Verpackung ohne Umweg über den PC eingebaut werden. Wegen dem Dauerbetrieb bei Timeshift sind 24/7 Festplatten am besten geeignet. Bisher hatte ich WD AV-GP Platten eingebaut und probiere jetzt eine ältere WD Green EARS. Der 922 benötigt ein Firmware Downgrade auf 2.0 um die Festplatte zu formatieren. Auf Anhieb weiß ich nicht mehr genau, welche Knöpfe beim Einschalten gedrückt werden müssen. Danach kann wieder die 2.10 aufgespielt werden. Der 923 ist da gutmütiger. Vor dem Einschalten mit dem Netzschalter den Aufnahmeknopf hinter der Abdeckung gedrückt halten und danach los lassen. Dann einen Kaffee trinken und anschließend sollte die Festplatte benutzbar sein. Kann man bei den Aufnahmen im rechten Fensterchen unter freiem Platz sehen. Manchmal reicht das erste Mal nicht und dann geht es hier weiter: Bei schon einmal benutzten Festplatten geht es am einfachsten mit USB unter Windows->ausführen und dann cmd->Diskpart->list disk->sel disk die da rein soll und dann clean und sie ist leer. Am besten vorher doppelt versichern, dass wirklich die richtige Festplatte ausgewählt ist.
Die Festplatten haben mehrere Linux Partitionen und die sind auch unter Linux nicht komplett auslesbar. Auf der größten sind die Aufnahmen. Da die Raw gespeichert sind, können sie ohne Hilstool nicht ausgelesen werden. Im Forum gibt es für den 821 eine Windows Software von 2010 namens VcpyWin zum direkten Auslesen. Weil dazu die interne Festplatte ausgebaaut werden muss, habe ich sie nicht probiert und kann da nichts zu sagen. Mittlerweile erkennt Windows auch Linux Partitionen und mit einem kleinen Utility (beispielsweise Diskinternals Linux Reader) lässt sich auch reingucken. Bevor irgend etwas auf die Festplatte geschrieben wird, sollte ein Klon vorhanden sein und mit diesem gearbeitet werden.
Zum Beschreiben müssen externe USB Sticks oder Festplatten mit Fat32 formatiert sein. Alle Receiver haben nur USB 2.0 Ausgänge. Die meisten externen 2.5" Festplatten kommen so gerade mit dem Strom aus. Sollten da Probleme mit bestehen, entweder ein gesplittetes USB Kabel an beide Ports legen oder ein externes Netzteil benutzen. Wenn nur etwas abgespielt werden soll, geht auch NTFS. ExFat kann ich mir nicht vorstellen, da sie dazu zu alt sind. Fat32 hat eine maximale Größe von 4GB und dementsprechend werden externe Aufnahmen gesplittet. Das Medium wird am PC USB Port angeschlossen und unter Kathrein\Recorde sind die Aufnahmen jeweils in einem eigenen Unterverzeichnis. Noch ein Wort zur Splittung der Aufnahmen in 4GB Stücke. Diese lassen sich mit einer kleinen Batch Datei wieder verlust- und störungsfrei zusammenfügen
Die erste Zeile ist dazu da, um die Sonderzeichen richtig anzuzeigen und die Zweite fügt die Dateien zusammen. Die Batchdarei entweder jeweils in das entsprechende Verzeichnis verschieben oder entsprechend mit Pfadangaben anzupassen.
chcp 1252
copy /b "Alter Dateiname??.ts" "X:\Kathrein\Neuer Dateiname.ts"
Die Batchdatei muss so im selben Verzeichnis wie die Streams sein, ansonsten müssen noch Pfadangaben mit eingegeben werden.
oder wenn jede Aufnahme ein eigenes Verzeichnis hat und da bleiben soll:
copy /b *.ts "Neuer Dateiname.ts"
X:\Kathrein\ steht hier exemplarisch für ein anderes Laufwerk. Es ist besser, ein Verzeichnis oder Laufwerk anzugeben, wo alle Aufnahmen zusammen sind. Dann können sie nach Belieben sortiert werden. Aufnahmen auf dem externen Laufwerk besser vom Receiver löschen lassen, sonst kommt er vielleicht irgendwann durcheinander.
Insgesamt ist diese Methode sehr schnell, benötigt aber einen hohen Arbeitsaufwand zum Verbinden der Aufnahmen. Darum kommen jetzt noch mehrere Möglichkeiten, die Aufnahmen auf den PC zu überspielen. Die einfachste ist über einen Browser die IP Adresse des Receivers einzugeben:
Bei einer FritzBox sieht das dann so aus:
192.168.178.xx:9000 xx steht für für den Receiver. Bei DHCP vergibt der Router automatisch eine eindeutige Kennung mit der der Receiver im Netz gefunden wird. Idealerweise sollte die im Router fest vergeben werden. Im Menü des Receivers ist unter unter Netzwerkeinstellungen ein Verbindungstest möglich und wenn der erfolgreich war, kann man das ganz unten abspeichern.
Wenn der Receiver einmal im Router ansprechbar ist, können Aufnahmen direkt auf dem PC gespeichert werden. Falls ein NAS vorhanden ist, kann das in den Einstellungen als Aufnahmequelle eingerichtet werden. Das ist meiner Meinung nach die einfachste Methode, erfordert aber Fummelarbeit und man braucht unter Umständen due Doku vom NAS.
Mit Filezilla kann man ebenfalls ziemlich bequem Aufnahmewn auf den PC übertragen. Auch da muss einmal alles eingerichtet werden und Filezilla braucht einen Nutznamen:
root und ein Passwort
0000. Außerdem auf der letzten Seite des Servermanagers UTF 8 erzwingen sonst kommen die Sonderzeichen falsch rüber. Während der Übertragung braucht der Receiver Ruhe und sollte nicht gleichzeitig aufnehmen, da dabei die Verzeichnisstruktur verändert wird und die Aufnahmen ohne Neustart von Filezilla nicht mehr gefunden werden.
Wenn jemand ein Schräubchen kennt, womit dieses Verhalten verhindert wird, wäre das super. Vielleicht habe ich ja was übersehen.
Jetzt komme ich zu einer Frage die ich noch nicht schlüssig beantworten kann. Beim 923 gibt es die Möglichkeit, eine Archivfestplatte und eine Medienfestplatte einzurichten. Bisher habe ich nirgendwo eine Möglichkeit gefunden, die Größe selber einzuteilen. Meine 923er haben jeweils eine 2TB Festplatte eingebaut von der 740GB nicht nutzbar sind. Die würden sich gut als Medienfestplatte anbieten.
Zu den anderen Receivern kann ich nichts sagen, hoffe aber, dass ich die Festplatten und ihre Eigenarten für den 922 und 923 einigermaßen verständlich beschrieben habe.
Wahrscheinlich ist Kathrein noch im Insolvenzverfahren und bevor alles eventuell abgeschaltet wird, gibt es hier für die meisten Receiver noch Bedienungsanleitungen und Software Updates:
KATHREIN Download Center - Hier finden Sie schnell und auf einen Blick alle wichtigen und produktrelevanten Informationen wie Kataloge Produktdatenblätter, Software etc. zum kostenfreien Download.
www.kathrein-ds.com
Die Frage hört sich so an, als sollte erst ein Receiver angeschafft werden und da ist es besser, in den Bedienungsanleitungen der gewünschten Modelle zu kontrollieren, ob die Eigenschaften ausreichen. Beispielsweise kann der 922 nur 1080i und hat auch ein sehr lahmes Netzwerkmodul eingebaut. Was leider auch nicht drin steht, ist Näheres zu den Festplatten. Der 926 scheint eine eingebaute Festplatte zu verschlüsseln und damit hat man ein großes Risiko eine neue Festplatte in Elektroschrott zu verwandeln. Seit 20 Jahren versuche ich immer wieder mal. erfolglos eine verschlüsselte Platte von Humax doch noch formatieren zu können.
Ein allerletztes Wort zu den neueren Modellen der 93x Serie. Damit hat Kathrein sich keinen Gefallen getan. Ein vierstelliges nichtssagendes Display und nur noch mit einem USB Port für Aufnahmen auf eine externe Festplatte machten sie die Receiver zwar preiswert aber nicht wirklich benutzerfreundlich. Das einzig Bessere ist die Implementierung von Unicable für bis zu 32 Geräte an einem LNB und das muss nicht mehr nur von Kathrein sein. Trotzdem haben sie keinen echten Twin Tuner mehr. Der 935+ scheint wegen einem Softwarefehler trotz Behauptung von Kathrein nicht in der Lage zu sein, zwei Sendungen gleichzeitig aufzunehemen. Die 93x Receiver gibt es für sehr kleines Geld bei Kleinanzeigen und im Hobbyraum oder Schlafzimmer zum gelegentlichen fernsehen reichen sie schon aus. Als Hauptgerät würde ich davon abraten.
So ausführlich sollte es gar nicht werden. Die Frage liest sich allerdings so, als wäre Kathrein für den TE noch Neuland